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VIKTOR JÜRGENS

Facharzt  für

Allgemeinmedizin

Simonstrasse 3 in

33154 SALZKOTTEN

Tel.: 05258-8880

Fax.: 05258-8887

 

VORSICHT FRÜHSOMMER-ENZEPHALITIS  FSME  !!!

MELDEN SIE SICH ZUR IMPFUNG AN !!!


Klinisches Bild der FSME: Zunehmende Bedeutung in Nord-Ost-Deutschland

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zählt zu den häufigsten Flavivirus-Infektionen in Europa und ist die wichtigste und gefährlichste durch Zecken übertragene Virusinfektion des Menschen. Das FSME-Virus wird hauptsächlich durch den Stich einer infizierten Zecke (Ixodes ricinus) auf den Menschen übertragen.

Andere seltene Infektionswege durch virus-infizierte Milch von Ziegen, Schafen oder Kühen sind beschrieben worden. Eine Infektion von Mensch zu Mensch kommt nicht vor. Nur bei ungefähr 30 % der Infizierten verläuft die Infektion symptomatisch. Nach einer Inkubationszeit von 7 bis 14 Tagen kommt es zunächst zu grippeähnlichen Beschwerden. Bei etwa 30 % der Betroffenen folgen nach einem fieberfreien Intervall von einer Woche neurologische Symptome im Sinne einer Meningitis (ca. 30 %), einer Meningoenzephalitis (ca. 40 %) oder einer Meningoenzephalomyelitis (ca. 10 %). Häufig verläuft die neurologische Symptomatik mild und reversibel. Es gibt jedoch auch schwere Verläufe mit ausgeprägten und zum Teil bleibenden Schädigungen des Nervensystems. In den Jahren 2003 und 2004 sind nach Informationen des statistischen Todesfallregisters allein in Deutschland sieben Patienten an den Folgen einer FSME verstorben. Insgesamt beträgt die Sterblichkeit 1 bis 2 %. Die Diagnosesicherung erfolgt durch den Nachweis eines entzündlichen Liquor-Syndroms, positiver FSME-spezifischer IgG- und IgM-Antikörper im Serum und den Nachweis einer intrathekalen FSME-spezifischen IgM-Antikörper-Produktion. Zu beachten ist, dass eine vorausgegangene FSME-Impfung über längere Zeit zu nachweisbaren spezifischen Antikörpern im Serum führen kann. Die FSME ist seit 2001 in Deutschland eine meldepflichtige Infektionskrankheit. Eine spezifische antivirale Therapie steht momentan nicht zur Verfügung. Daher haben symptomatischen Therapiemaßnahmen und die primären Prävention einen hohen Stellenwert. Zur Prävention gehören die Expositionsprophylaxe und die aktive Immunisierung von Personen, die sich, basierend auf aktuellen epidemiologischen Studien, in definierten Risiko- und Hochrisikogebieten aufhalten. Ein Infektionsrisiko besteht vor allem in zahlreichen Landkreisen in Baden-Württemberg und Bayern sowie in einzelnen Regionen in Südhessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Für das Jahr 2006 ist nach aktuellen Fallzahlen des Robert Koch-Institutes in Berlin erneut eine erhöhte Anzahl von FSME-Infektionen in Deutschland zu verzeichnen. Diese Zunahme ist zum Teil auf eine Ausbreitung von FSME-Naturherden auf bislang nicht als Risikogebiete ausgewiesene Regionen in Mittel- und Norddeutschland zurückzuführen. Autochthone FSME-Erkrankungen traten 2006 auch in zwei Landkreisen im Bundesland Brandenburg auf. In beiden Fällen wurde die Diagnose eher zufällig bzw. erst nach Auftreten schwerer neurologischer Symptome gestellt, da in einer bisher als Nichtrisikogebiet eingestuften Region vordergründig anderen Differentialdiagnosen diskutiert wurden. Im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung der Gesundheitsvorsorge sind daher weitere epidemiologische Studien insbesondere zur Ausbreitung dieser Infektion notwendig. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die Mehrzahl der im Jahr 2006 erkrankten Personen durch eine Impfung (Immunprophylaxe) geschützt gewesen wäre.

Privatdozent Dr. med habil. Kai Wohlfarth
Klinik für Neurologie, Helios Klinikum Bad Saarow
Pieskower Strasse 33
15526 Bad Saarow
eMail: kai.wohlfarth@helios-kliniken.de

MELDEN SIE SICH ZUR FSME-IMPFUNG AN !!!

Ich bin als deutscher Arzt natürlich Mitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe(KVWL ) WWW.KVWL.de 

und

des Bundes Deutscher  Hausärzte (BDA)  http://www.hausaerzteverband.de/.

 

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